Autorin: Patrizia E. Nessmann – Wien, Mai 2000

 

Grundgedanken zur „Ökologie der Zeit“ und dem Faktor „Zeit=Geld“. Erste Handlungsansätze öko-sozialer Zeitpolitik.

 

Ausgangsthese

 

„Die Wirtschaftkrise und Umweltkrise der Gegenwart sind im wesentlichen eine Zeitkrise. ....(...)...Wir sind wirklich frei, zwei ganz verschiedene Zukünfte zu wollen. In der ersten suchen wir Kontrolle über die Kräfte der Natur und das Leben der Menschen. In der zweiten suchen wir die Wiedereingliederung in den zeitlichen Grenzen der größeren Lebensgemeinschaften, die die Biospähre ausmachen.“[1]

 

 

Die sozialen, ökologischen und ökonomischen Krisenerscheinungen unserer Wohlstandsgesellschaft wurzeln in erster Linie in der Nichtbeachtung des zentralen Faktors Zeit, dem Verdrängen der Endlichkeit, und der Verkennung der Zeitdimensionen natürlicher und soziokultureller Prozesse.

 

 

.......„Raum und Zeit werden in der Zukunft zu ebenso begehrten und knappen Ressourcen werden wie Bodenschätze heute. (....) Die ökologisch bestimmte Zeitdebatte vereint die Fragen der Arbeits- und Produktionsweise, der sozialen Zeitressourcen, der Raumzerstörung und der ökologischen Folgen der rasant zunehmenden Vertaktung der Alltagszeit. (...) Für die gesellschaftliche Paradigmenbildung der Zukunft wird es entscheidend sein, welche politischen Gruppen wie die Zeitfrage aufgreifen und daraus eine Philosophie mit praktikablen Vorschlägen zur Bewältigung der ökologischen Probleme machen wird.“[2]

 

Die hier bereits 1990 visionär von den deutschen Grünen initiierte zeitpolitische Konzeption versickerte allerdings anläßlich des frühen Todes ihres Ideenstifters, Dirk Oblong und wurde erst 1998, als Initiative zu ökologischer Zeitpolitik im Kontext mit Innovationspolitik, erneut in Angriff genommen. Diesmal knüpft sie allerdings an eine umfassende, frauenpolitisch und sozial-orientierte ökologische Zeitpolitik an.[3] Als Auslöser dafür gilt das, auf kommunalpolitischer Ebene in Italien erfolgreiche Frauen-ZeitprojektTempi della cittá“. Hier wurde per Gesetz den Kommunen die Pflicht und Kompetenz zur Koordination von Zeitstrukturen und –bedürfnissen durchgesetzt. Die italienischen Frauen setzen damit ihre „eigenen-versorgungsarbeitsspezifischen“ Zeitbedürfnisse der vorherrschenden, erwerbsökonomischen Zeitvorgaben entgegen.[4]. Damit erfolgt vielfach eine verbesserte Organisation der Dienstleistungen bzw. eine Erstellung von  Zeitordnungsplänen“ in den Städten. Eine ihrer Vertreterinnen, Univ.Prof. Carmen Belloni, präsentierte am 29.Mai 2000, in Wien, das Projektes anläßlich des Symposiums der Politischen Akademie zum Thema, „Die 24 Stunden – Stadt, Perspektiven Kommunaler Zeitpolitik“. Wobei DDr. Görg, als ÖVP-Spitzenpolitiker zugab, dass sich die Partei und die Stadtpolitik (noch) nicht systematisch mit den vielfältigen Auswirkungen des Themas auf die verschiedensten Politikfelder auseinandergesetzt hat. (Bisher beschränkte sich dies lediglich auf die Arbeitszeiten, Ladenschlusszeiten und den Verkehr.)

Ausgangssituation

 

Gegenwärtiger Zeitspiegel: Relevanz des Themas (Resonanz der Medien, Kultur, Gesellschaft)

 

Insgesamt läßt sich anhand des momentanen Booms an Ausstellungen, Symposien, lit. Neuerscheinungen und Medienberichten zum Thema „Zeit“ [5] feststellen, dass der Problempool Zeit in seinen gegenwärtigen Extremen aufgezeigt wird:

 

Dies reicht vom speed der Neuen Wirtschaft und dem „Beschleunigungsimpuls des digitalen Kapitalismus“ bis hin zum privaten Widerstand gegen die Beschleunigung, der sich im „Down-Shifting“ (lt. Aussage des Hamburger Trendforscher Matthias Horx handelt es sich dabei um einen der wichtigen soziokulturellen Trends der ersten Jahrzehnte des 21. Jahrhunderts[6]), wiederfindet. Immer mehr Menschen in den Industrieländern entziehen sich dem Tempo- und Konsumwahn und bewegen sich hin zu einer ganzheitlicheren Lebensführung (in den USA schätzen Studien, dass bereits zehn bis 15 % der Gesamtbevölkerung zu den sog. Down-Shiftern gehören)[7].

 

Ein aktuelles Beispiel für die umfassenden Auswirkungen des derzeit alles beherrschenden Beschleunigungsparadigmas der, im Übergang zur Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft befindlichen, Industriegesellschaft und ihres Umgangs mit Zeit, spiegelt der Einleitungstext, der im Mai 2000 in Wien/MAK eröffneten Festwochenausstellung „STRESS“,  klar wider:

 

 

-„STRESS ist das unvermeidliche Produkt eines Systems, das jeden Vorgang in den

 globalen Wettkampf um Ressourcen einbindet.“

 

-„STRESS und Kapital sind untrennbar miteinander verbunden. Stress muss fließen, das Kapital zu mehren....(...) ...eine „post-natural ecology“, die letzendlich darauf abzielt, dass

Nervensystem und Ökonomie ineinander aufgehen.“

 

-„STRESS betrachtet alle Regeln und Grenzen als unendlich flexibel und zugänglich für die fortwährende Feineinstellung, um alles

schneller, billiger, besser oder geiler, lauter, größer oder kleiner,...zu machen.“

 

Eine Kultur, die die Grenzen sozialer, biologischer, ökologischer, intellektueller, emotionaler und psychologischer Fähigkeiten

mit fast jedem Vorhaben immer wieder hinausschiebt,

ist eine STRESS-Kultur.[8]

 

 

Hier wird deutlich, dass Stress schon längst nicht mehr ein rein persönliches, sondern vielmehr ein gesellschaftliches Problem ist, das sich aus der Missachtung von vielfältigen Zeitmaßen in Bereichen des Wirtschaftens und Lebens, ergibt. Entsprechend dringend werden gesellschaftliche und systematische Lösungsansätze benötigt.

 

 

Diese Zeitgestaltung kann nicht auf die gesamte Erdbevölkerung ausgeweitet werden, da sie weder für Mensch, Umwelt noch Wirtschaft

 nachhaltig ist.

 

 

 

 

Der Weg in Richtung nachhaltiger Lebens- und Wirtschaftsweise kann nur über eine „Ökologie der Zeit“ führen:

 

 

Unsere Gesellschaft braucht ein verändertes Verhältnis zur Zeit, eine Ökologie der Zeit, um damit wieder neue Handlungsspielräume für eine lebenswerte Zukunft freizumachen. Insgesamt bedarf es einer systematischen politischen Gestaltung gesellschaftlicher Zeitverhältnisse und Zeitordnungen.

 

Ein erster systematischer und interdisziplinär-wissenschaftllicher Diskurs dazu erfolgt pionierhaft und einzigartig seit 1993 im Projekt „Ökologie der Zeit“, der Zeitakademie-Tutzing. Hier werden kontinuierlich, auf höchstem internationalem Niveau wesentliche Grundlagen öko-sozialer Zeitpolitik erarbeitet (u.a. mit dem Wuppertal-Institut).[9]

 

Definition: „Ökologie der Zeit“

 

Ökologie der Zeit ist das

 

 

Erkennen, Verstehen und Beachten der

vielfältigen

Zeitmaße, Eigenzeiten und Rhythmen

der menschlichen und außermenschlichen Natur

im wissenschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Diskurs

 

 

Vergleichbar ist das Begriffsfeld der „Ökologie der Zeit“ beispielsweise mit der Definition von Umweltstandards, Grenzwerten und Umweltqualitätszielen. Diese werden aus den Erkenntnissen der Human- und Umwelttoxikologie etc. festgelegt.

 

Zukunftsgerichtet müssen Erkenntnisse über die vielfältigen Zeitskalen von Ökosystemen, Arten und Menschen sowie von menschengeschaffenen (politischen, sozialen, ökonomischen) Systemen und deren

inneren Zusammenhang [10]und Wechselspiel, gewonnen werden.

 

 

Die so entwickelten, angemessenen Zeitmaße für unseren Umgang mit „der natürlichen Mitwelt und unserer eigenen inneren Natur und Kultur“,[11]müssen folglich sukzessive in allen ökologisch relevanten Bereichen, etabliert werden.

 

Diese Analyse soll uns behilflich sein beim Aufdecken der zerstörerischen Wirkung der Herrschaft der industriellen Zeit auf Mensch, Natur und Kultur. Die gefundenen, angemessenen Zeitmaße sollen uns in Zukunft vor den Folgen der Illusion der Grenzen- und Zeitlosigkeit des bisherigen Wachstumsdenkens bewahren und die Basis für eine öko-soziale Weiterentwicklung unserer kulturellen Zeitordnung aufbereiten.

 

Ein Beispiel zur Verdeutlichung von „Ökologie der Zeit“

 

Anhand eines konkreten Beispiels soll gezeigt werden, welche negativen Folgen für uns Menschen (innere Natur) und die uns umgebende natürliche Mitwelt (äußere Natur) aus der Nichtbeachtung dieser individuellen Zeitskalen und ihrer inneren Zusammenhänge resultieren und welche politischen Handlungsmöglichkeiten öko-sozialer Zeitpolitik sich daraus ergeben könnten.

 

Überspielen des Schlaf-Wach-Rhythmus des Menschen:

 

Ausgangsituation:

Doppelte Verankerung des Menschen in Natur und Kultur

 

Ø      Der Mensch verfügt über die Möglichkeit zur bewußten Selbstgestaltung seiner Zeit und kann damit seine Schlaf- und Wachzeiten verändern. Wir sind damit Teil des sozialen und ökonomischen Zeitsystems. Gleichzeitig bleibt die natürliche Zeitordnung für uns wirksam. Die Grenzen dieser beliebigen Rhythmus-veränderung sind daher an die Tatsache geknüpft, dass wir als biologische Wesen Teil der Natur sind und als tagaktive Primaten“ rhythmisch bedingte Lebewesen sind, die umgebungsbedingt und im inneren Zusammenhang mit dem Kosmos pulsieren.[12] Wir sind ausgestattet mit einer inneren biologisch vorgebene Uhr, die mit der Systemzeit des biologischen Zeitprogramms verbunden ist, und nicht mit dem künstlichen, starren Takt der ökonomisch diktierten Uhrzeit.

 

These:

 

Ø      Die Vorstellung der beliebigen Gestaltbarkeit unserer Zeit-Rhythmen ist eine Illusion (ähnlich der Vorstellung, dass unsere Ökosysteme dauerhaft stabil sind[13]). Die Folgen dieser krampfhaften Verdrängung und Aufrechterhaltung dieser Illusionen sind für Mensch und Umwelt zunehmend dramatisch. So können wir zwar eine begrenzte Zeit nachts arbeiten (Systemelastizität des Körpers) allerdings wurde bereits eindeutig bewiesen, welche negativen Stoffwechselveränderungen etc. das mit sich bringt.

 

Einzig die Beschleunigung des Schlafens will (noch) nicht so ganz gelingen, auch wenn sie bereits in Zeitmanagement-Fibeln, mit Titeln wie „Schlaf schneller, ......“ suggeriert wird.!![14]

 

Folgen: Ökonomische, ökologische und soziale Folgen der Loslösung von natürlichen Zeitskalen

 

Ø      Die Entgrenzung der sozialen und ökonomischen Eigenzeiten in die Nacht bzw. ins Wochenende sowie die gegenwärtige Ausdifferenzierung von Zeiten, die Flexibilisierung von Fertigungsprozessen und Arbeitszeiten bilden Indizien für eine neue „Entrhythmisierung“ des Menschen.

Ø     Damit verbunden sind: „ArbeitnehmerInnen auf Abruf“, die rasante Zunahme der sog. „unsocial hours“, die Schicht-, Abend- und Wochenendarbeit forciert durch die „nightlife economy“der 24 h-Städte und 24 h-Märkte (e-commerce), die internationale Vernetzung über Zeitzonen hinweg, etc. – weitet sich zunehmend auf auf alle Branchen aus (z.B. auf Banken). 1995 waren in Deutschland, Grossbritannien, Schweden und Spanien bereits jede(r) Dritte Beschäftigte ein „unsocial-hour-worker“.[15]

Zeitökologische Betrachtung/Folgen des Überspielens des Schlaf-Wach-Rhythmus für:

 

die innere Natur:

Ø      Gesundheitliche Schäden sind kumulativ und wirken lebensverkürzend

Ø      Unfallrisiko am Arbeitsplatz wie am Arbeitsweg ist extrem; 20 Prozent der tödlich ausgehenden Verkehrsunfälle auf Fernstrassen (und zwar bezogen auf alle Industrieländer) sind übermüdungsbedingt[16]

die inneren Systemzusammenhänge:

v      Konflikt mit sozialen Eigenzeiten (Kontakte/Versorgungs- und Pflegearbeiten etc. sind durch die De-synchronisierung z.B. mit fixen Eigenzeiten von Kindern und Öffnungszeiten von Kinderbetreuungseinrichtungen stark unter Druck), Aushöhlung der Privatsphäre

v      Öffentliches Sicherheitsrisiko steigt durch höhere Unfallwahrscheinlichkeit (z.B. Gentechnik, Kernenergie, Chemie). Die entsprechenden Risiko-, Ausfallskosten für die Wirtschaft und die Gesellschaft steigen[17]

v      Verringerung der Wohn- und Lebensqualität durch Wegfall der Ruhezeiten und Zunahme der Aktivitäten (z.B. Zunahme PKW-Verkehrsströme, Zuliefer- und Einkaufstätigkeiten,...)

die äußere Natur:

 

Ø      Beschleunigung des Stoffeintrages (z.B. Schwermetalle) und Verlangsamung von Stoffausträgen (z.B. Kohlendioxid), überproportional steigende Energieeinsätze, Stoffumsätze

Ø      bedingt durch Arbeits- und Fertigungszeitflexibisierung, zeichnet sich die Tendenz ab, von öffentlichen Verkehrsmitteln auf den eigenen PKW, umzusteigen. Beispiel:„VW-Modell“-Wolfsburg: Rückgang der Abonnenten des öffentlichen Nahverkehrs von 7000 (1993) auf 3000 (1996) im Zuge der Arbeitszeitflexibilisierung. Ähnliches ist z.B. durch die asynchrone und damit zeitlich getrennte und somit steigende Nutzung privater Heizwärme, Haushalts- und Unterhaltungsgeräte etc. zu erwarten.

Ø      erhöhte Eintrittswahrscheinlichkeit von Umweltkatastrophen durch höhere Unfallwahrscheinlichkeit (z.B. Gentechnik, Kernenergie, Chemie)[18]

Ø      Rückgang der Artenvielfalt, Mißachtung der tierischen Reproduktions- und Wanderungszeiten, Vegetationszyklen bedingt durch Wegfall zeitlicher Ruhezonen (Nacht, Wochenende)

Ø      Beschleunigung von Flächennutzungszyklen, Zersiedelung des Raumes, steigender Flächenverbrauch

 

 

Mögliche Handlungsansätze öko-sozialer Zeitpolitik:

 

Eine nachhaltige Politik ist hier aufgerufen, dass sie sich zunehmend der zeitlichen Entgrenzungen bewußt wird und die mit ökonomischen Handeln verbundenen physischen, psychischen, sozialen und ökologischen Konsequenzen sichtbar macht.

 

Anhand des obigen Beispiels zeigt sich deutlich, dass die Folgen des ökonomischen Handelns vielfach zeitlich und räumlich weit entfernt auftreten und daher für uns Menschen nicht unmittelbar wahrnehmbar sind (Nichtbeachtung und Latenz).

Ökonomische, ökologische und soziale Zeiten sollten daher nachhaltig unter dem Aspekt der „Ökologie der Zeit“ betrachtet werden. Dadurch könnte gewährleistet werden, dass wir zunehmend wieder rhythmisch mit unseren technischen Entwicklungen und unserem eigenen inneren Rhythmus leben können.

 

Zeitverträglichkeitsprüfung  und Zeitverfassungsrecht

 

v     Im konkreten Fall könnte politisch eine Zeitverträglichkeitsprüfung, wie sie von Meike Spitzner vom Wuppertal Institut [19]konzipiert wurde, zu einer demokratischen und transparenten Entscheidungsfindung führen. Hierbei müßte es zu einer Prüfung auf Synchronisationsfähigkeit mit den individuellen, versorgungs- und gemeinökomischen, sozialen und pyhsischen Zeite sowie Zeiten von Stadt und Land kommen. Die vielfältigen Zeiten sollten mit ihren Verträglichkeiten und Unverträglichkeiten geschlechterdifferenziert ausgewiesen werden bzw. Unverträglichkeiten vor der Entscheidung (z.B. VW-Modell) deutlich gemacht werden. Dadurch könnte für extreme Folgen, wie oben angeführt, vorgesorgt werden. Zeitwohlstand und „öko-soziale Zukunftsoffenheit könnten anstelle von Zeitherrschaft“[20] treten. Weitere Anwendungsfelder könnten dafür in Bereichen legislativer Vorhaben (VO etc.),  Infrastrukturen, Organisationsstrukturen, etc. liegen.

 

v      Ein BürgerInnen Recht auf Zeit und Zeitpflichten der Ökonomie (z.B. gegenüber dem Gemeinwesen und der Versorgungsökonomie) [21] im Verfassungsrang könnten u.a. vor dem massiven Zugriff der Ökonomie auf soziale und gemeinökonomische Eigenzeiten schützen (z.B. durch Verbot von Nacht-Büro-Erwerbsarbeit, Sonntags-Verkaufsverbot, Nachtflugverbot).

 

 

 

 

 

Beitrag der „Ökologie der Zeit“ in Richtung Nachhaltigkeit

 

Anhand der obigen Beispiele zur Ent-Rhythmisierung von Mensch und Natur kann mit der Beachtung der Erneuerungszeiten (Reproduktionszeiten von Mensch und Natur) im Verhältnis zur Produktion, wesentlich dazu beigetragen werden, die drei Säulen der Nachhaltigkeit Ökonomie, Ökologie und Soziales unter dem Aspekt der Ökologie der Zeit in Zukunft besser zu vernetzen.

 

 

Thesen zur Ökologie der Zeit bezogen auf die „Zeiten der Erneuerung“/Reproduktionszeiten

 

¨      Produktion und Reproduktion bedingen sich gegenseitig sowohl in der Natur als auch in der Gesellschaft.

 

¨      Soziale und ökologische Nicht-Nachhaltigkeit stehen in einem inneren Zusammenhang; sie sind beide in der Trennung von Produktion und Reproduktion verankert.

 

¨      Reproduktionsprozesse sind grundlegend. Ihre Nichtbeachtung führt zu Krisen.

 

¨      Das Wesentliche der Re-Produktionsprozesse sind ihre Rhythmizität sowie die Eigenzeitlichkeiten der an diesen Prozessen Beteiligten.

 

¨      Das Ziel ist die Gewinnung des inneren Zusammenhanges von Produktion und Reproduktion und damit die Aufhebung der Dominanz der Produktion.“ [22]

 

Die Perspektive der Ökologie der Zeit kann für das Verständnis heute vorherrschender Entwicklungstrends und deren Ursachen sowie für eine Umorientierung in Richtung einer nachhaltigen Entwicklung einen wertvollen Beitrag leisten.

 

Anhand folgender Beispiele soll aufgezeigt werden, in welchen Gebieten extremer Handlungsbedarf durch bisherige Nichtbeachtung des Faktors Zeit besteht bzw. wie ein zeitökologischer Indikator definiert wird.

 

Wasserbewirtschaftung

 

 

„Eine zukunftsgerichtete Bewirtschaftung der Wasserressourcen müßte sich am Faktor Zeit orientieren“....eine zeitökologische Forderung lautet daher: „Nur noch solche Grundwasserleitern zu bewirtschaften, die sich in höchstens 35 Jahren regenerieren.[23]

 

 

Ohne menschliche Eingriffe tauscht sich das Wasser in den oberflächennahen Grundwasserleitern in kurzer Zeit aus, in den Tiefengrundwasserleitern aber nur in geologischen Zeiträumen. Wasser-, Mineralwasser-, und Energiewirtschaft greifen verstärkt auf Tiefengrundwasser zu. Unberücksichtigt bleibt dabei, dass sich die Neubildungsrate dieses Tertiärwassers zwischen mindestens 50 Jahren, Jahrhunderten und Jahrtausenden, bewegt.[24]

 

Landwirtschaft und Ernährung

Der derzeitige Trend läßt keinen Beitrag für eine nachhaltige Wirtschafts- und Lebensweise erkennen.

 

 

Mit der Kontrolle natürlich vorgegebener Eigenzeiten und Rhytmen von Pflanzen und Tieren nimmt der Stoff- und Energieumsatz krass zu bzw. läuft die Verkürzung der Zeithorizonte auf den Jetztpunkt einer langfristigen, ökologischen und sozialen Ausrichtung unseres Lebens zuwider.[25]

 

 

Die Gentechnik greift massiv in zeitliche Prozesse ein - wie beispielsweise auf eine Verkürzung von mehrmonatigen Reifezeiten bei Käse auf wenige Tage. So scheint in einigen Bereichen der Landwirtschaft (z.B. in der Viehzucht) die „kritische Innovationsgeschwindigkeit“[26] längst überschritten.

 

 

Die an sich erneuerbaren Böden werden von uns Menschen nicht nachhaltig bewirtschaftet, da wir ihre immanenten Zeitmaße nicht beachten. Sie werden dadurch zu einer

 „nicht-erneuerbaren“ Ressource.

 

 

Entsprechend gravierend ist die rapide Abnahme fruchtbarer Böden, die doppelt präkär ist, da sie die künftige Ressource für nachwachsende Rohstoffe (den Ersatz nicht-erneuerbarer Rohstoffe) und für die Ernährung der zunehmenden Weltbevölkerung sein sollen.

 

Als Beispiel für unsere zu späte Wahrnehmung von eigenen Systemzeiten des Ökosystems sei noch die „Abpufferfunktionen“(Senkenpotential) von Böden angeführt; Böden können Störungen bis zu einem gewissen Grad hinauszögern. Mit der Konsequenz, dass wir die, durch uns induzierten Schäden erst viel später wahrnehmen und entsprechend zeitverzögert reagieren.[27]

 

 

So greifen wir Menschen mit unserem äußerst begrenzten Zeitsinn (die zeitlichen Horizonte menschlicher Wahrnehmung bewegen sich in einer Generation bis ev. einem Lebensalter) in Zeitprozesse ein, die das menschliche und natürliche Maß übersteigen.

 

 

Durch die Nutzbarmachung von Radioaktivität, greifen wir unwiderruflich in Zeitprozesse von Millionen von Jahren ein[28]. Damit wird die „Zukunfts-Zeit kolonisiert“[29], womit wir künftigen Generationen aufzwingen unseren Atommüll „zu managen“.

 

 

 

 

 

„Time is money“[30] - die Zeitrationalität des Kapitalismus und die Bedeutung des Faktors Zeit in der modernen Ökonomie

 

 

Der Zeitfaktor bringt heute den entscheidenden Wettbewerbsvorteil.

Als strategische Waffe

ist Zeit gleichwertig mit Geld, Produktivität, Qualität oder sogar Innovation. [31]

Georg Stalk, Thomas M. Hout

 

Die Just-in-time-Produktion bei welcher Produktion, Zulieferung und Transport je nach Auftragslage erfolgen, wobei gleichzeitig die höchste Flexibilität der ArbeitnehmerInnen (Arbeit auf Abruf) gefordert ist, ist ein Beispiel wie die Zeitrationalität der modernen Ökonomie mit der Werthaltung „Zeit=Geld“ auf die Spitze getrieben wird. Die Bewegung des Kapitals birgt die Tendenz zur Beschleunigung, also um Zeit zu sparen, in sich:“Zeitersparnis=Geld=Kapital“.

 

Mit dem Beschleunigungsdruck - der rasanten technischen Entwicklung, der sich via „Mikrochips“ auf alle Branchen ausbreitet - nimmt die Geschwindigkeit nicht nur bei der Produktion (zur Erzielung von Kosten- und Zeitvorteilen z.B. Rationalisierungsboom in der Industrie) sondern auch bei Innovationen (beim Wettlauf um Preisabschöpfungs- und Marktbeherrschungspositionen) zu. Mit der erhöhten Verfallsgeschwindigkeit der Güter (z.B. geringere Produktlebensdauer) müssen sich auchTransport und Logistik sowie der Konsum selbst „sputen“.

 

Die Globalisierung, Liberalisierung des Welthandels, der Deregulierungsdruck auf alle Märkte (nicht nur Finanzmärkte) und die bevorstehende Wirtschafts- und Währungsunion usf. sind die politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen, die den gegenwärtigen Strukturwandel von der Industrie- zur Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft forcieren. Die „Neuen Technologien“, „Global Player“ wie Internationale Konzerne und Finanzmärkte haben zu einer zeitlichen Vernetzung geführt, die sich mit ihrem „Monopol auf die Devise „Zeit=Geld“, über individuelle und gewachsene Zeitkulturen und Zeitordnungen, hinwegsetzen.

 

Zeit ist Geld, die vorherrschende Haltung in der betriebswirtschaftlichen Theorie wie Praxis, basiert auf der technischen Erfindung der abstrakt, linearen Uhrenzeit und der daraus abgeleiteten – von den Menschen der westlichen Welt, geschaffenen – Zeitfunktionen und Zeitkultur. Zeit wird als Ressource, als ökonomisches Gut und zur Koordinierung unseres Handelns funktionalisiert und benutzt.

 

Die Uhrzeit wiederum basiert auf dem Prinzip der Teilung. Die Uhr mißt die „Zeit“(?) anhand von Zahlen und präzisiert diese bis in immer kleiner werdende Zeiteinheiten und -einteilungen. Diese abstrahierte, zerstückelte und standardisierte Uhr-Zeit ermöglichte die damit einhergehenden Abstraktionen ökonomischer Kategorien wie Geld, Ware und abstrakte Arbeit.

 

Betrachtet man beispielsweise den Geld-Zins näher, so wird klar, dass er - in seinem Versuch, die Geldzirkulation zu bewerten, indem Kapital, das längerfristig angelegt wird mehr Zins erhält als kurzfristig angelegtes – Zeit direkt in Geld transformiert. „Nach der Uhr, die den Zeittakt gibt, wird das Geld zu dem Ding, das sie zählt und aufbewahrt damit sie getauscht werden kann. Geld wird zum Maß für die in etwas investierte Zeit (Herstellungszeit, Transportzeit, Abschreibungszeit,..)[32].

 

 

Die Omnipräsenz der Uhr-Zeit ist gegeben durch ihre räumliche und visuellen Darstellungsformen. Ihre Unabhängigkeit von Person, Umgebung (Natur) und Zusammenhängen bilden die Voraussetzung, dass Zeit und Geld austauschbar werden und Zeit als Arbeitszeit und freie Zeit in allen Situationen und Regionen der Welt ökonomisch berechenbar und handelbar wird. Darin birgt sich allerdings auch die Wunschvorstellung der Globalisierung, von Zeit und Raum unabhängig zu werden. Zeit wird damit auch zum Kontrollinstrument anderen die eigene Zeit aufzuoktruieren: die ökonomisch Mächtigen (z.B. Kapitaleigentümer) den ökonomisch Schwachen.[33]

 

Auf diese Weise hat der Kapitalismus seine eigene Zeitrationalität definiert, die heute unser Handeln, unser Denken und unsere Werte dominiert. Arbeits-, Betriebs- und Öffnungszeiten bestimmen den Taktschlag unseres Alltagslebens.

 

Mit der (anfangs zwangsweisen) Durchsetzung dieses Zeitbegriffs wurde es möglich „Arbeitskraft als Ware“ und damit als ökonomisches, weil knappes Gut, zu definieren. Damit wurde die Trennung von Produktion und Reproduktion – also in Arbeitszeit und freie Zeit – ermöglicht. Mit der Ausdifferenzierung der Arbeitsteilung im Zuge der industriellen Revolution ist Zeit zu einem wesentlichen Faktor innergesellschaftlicher Abstimmung geworden, die mit dem Beschleunigungsimpuls der Globalisierung immer entscheidender werden. Heute ist allerdings nur die „erwerbsökonomische Arbeit“, die vom Industriesystem honorierte Zeit.

 

Andere „ökonomisch nicht-produktive“ Zeiten hingegen wie z.B. Reproduktionszeiten (Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, Trauer-, Pflegezeiten, etc.), Zeiten von Kindern, Frauen, Arbeitslosen, PensionistInnen, werden nicht „honoriert“- weil sie als solche oft nicht meßbar, teilbar und rationalisierbar sind. Aufgrund der vorherrschenden Zeitkultur haben sie auch gesellschaftlich keinen „Wert“, obwohl gerade diese Zeiten von „existentieller Bedeutung für die Funktionsfähigkeit der Gesellschaft“[34]sind. Ebenso lassen sich natürliche Rhythmen und Systemzeiten von Ökosystemen und anderen Kulturen nicht in dieses enge Korsett der „Zeit=Geld“-Logik  pressen.

 

 

Die Zeitrationalität des neuzeitlichen Kapitalismus baut nach wie vor auf der Illusion auf, dass Zeit und Natur „freie Güter“ sind und als solche beliebig ausbeutbare Ressourcen. In diesem Sinne stehen sie zugunsten einer Rentabilitäts- und Nutzenmaximierung für ein grenzenloses Wachstum industrieller Produktion und materiellen, wie immateriellen Konsums zur Verfügung. Darin liegt auch die Ursache, dass die Ökonomie zunehmend beliebig für sie nutzbare (Lebens)-Zeiten internalisiert und nicht-nutzbringende externalisiert (detto im Umweltbereich!).

 

 

 

 

 

 

 

Kommerzialisierung und Beschleunigung der Freizeit

 

These zu Freizeitstress:

 

 

Das industrielle Zeitregime zwingt die Individuen dazu,

während der Arbeitszeit unbefriedigte Bedürfnisse

umso stärker auf die lohnarbeitsfreie Zeit zu konzentrieren.[35]

 

 

Der schleichende Übergriff der Beschleunigungslogik des Kapitals auf die Privatsphäre wird mit den Worten von Norbert Elias: „...der abendländische Zivilisationsprozess sei ein eine Umwandlung von Fremdzwängen in Selbstzwänge.“,[36]noch etwas deutlicher.

 

Oder wie es die Bremer Soziologin Ingrid Breckner benennt: „diese Zeitfalle haben wir dem Kapitalismus zu verdanken[37].“ So fühlt sich lt. einer Studie des B.A.T. Freizeitforschungsintituts in Hamburg, fast 50 Prozent der deutschen Bevölkerung von der Beschleunigung des Lebens bedroht.[38]

 

 

Mit dem derzeitigen Produktions-, Einkommens- und Konsumwachstum wird Zeit zu einem zunehmenden Engpaßfaktor. In der ökonomischen Theorie der Zeitallokation wird beispielsweise bereits, die in der Freizeit pro Konsumakt verfügbare Zeit, untersucht, da diese aufgrund der zunehmenden Güterdichte immer geringer wird. Zeit wird somit immer kostbarer, weil knapper. „Der Slogan „Zeit ist Geld“ macht diese ökonomische Knappheit sichtbar.[39]

 

Dem Trend der zunehmenden Güterintensität des modernen Konsum- und Freizeitverhalten folgend, boomen heute die Industriezweige auf dem Gebiet der Eigenarbeitszeit und Freizeitgestaltung privater Haushalte mit überdurchschnittlich hohen Wachstumsraten (z.B. Heimwerkermärkte).

 

 

Dementsprechend läßt sich der Faktor „Zeit ist Geld“ mit dem Faktor „Zeit und Macht“ in Zusammenhang bringen. Beispielsweise durch die Hervorkehrung der eigenen Zeitsouveränität. „Zeithaben“ wird neuerdings zum „Status und Macht-Symbol“. Dies läßt sich anhand zeit- und geldintensiver Freizeitgestaltungen ablesen (wie z.B. dem Golfsport, Konzertmarathonen, Wellness-Wochen im 5-Sterne Hotel, Zelebrieren von langen Mahlzeiten in Spitzenrestaurants oft in entlegenen, möglichst weit entfernten Gebieten). Gleichzeitig versucht die Industrie auch den bereits erwähnten Trend des „Down-shifting“[40] zu kommerzialisieren, z.B. im Esoterik-, Bildungs- und Gesundheitsbereich.

 

 

 

Die Tatsache, daß Lebenszeit wie Natur endlich sind, bedeutet auch, dass ihr Ge- und Verbrauch seinen Preis kostet.

 

 

 

 

 

 

Ausblick:

Handlungsansätze öko-sozialer Zeitpolitik

 

Ein ökologischer Strukturwandel kann nur Hand in Hand mit einem öko-sozialen Zeitstrukturwandel gehen. Für eine öko-soziale Zeitpolitik ist es beispielsweise wichtig zu erkennen, dass die moderne Umweltökonomik - unter diesem linearen, ökonomischen Zeitmodell – Umweltpolitik entwirft; dasselbe gilt für die Tendenz zur kurzfristigen Art und Weise wie Politik heute in der Zeit organisiert ist. Hier wird es wichtig sein, die Bedeutung der Zeiten für die diversen Politikbereiche zu definieren. Zeitpolitische Ansätze (Spitzner,M.,1999)[41]- für eine „Biodiversität der Zeit“ -

sind folgende:

 

Ø      Systematische Einbeziehung von Zeitaspekten in die Politik (Öko-soziale Zeit-Ursachen-Forschung, Zeit-Ordnungspolitik z.B. Zeitentwertungsabgabe)

 

Ø      Rückbindung von Zeit und Raum an physische und soziale Kontexte (z.B. Zeitverträglichkeitsprüfungen bei Infrastrukturen, Investitions-, Gesetzes-vorhaben)

 

Ø      Wiederentdeckung der Handlungsoption „Aufhören“ (z.B. Ausstieg aus Gentechnik, Übernutzung von Tiefenwasser)

 

Ø      Wahrung von Zeitoptionen in Politik und Planung (z.B. Bilanz der noch verbliebenen Handlungsmöglichkeiten für die Zukunft)

 

Ø      Zuordnung von bisher (externalisierten) Zeitaufwand und –kosten nach dem Verursacherprinzip (z.B. im Bereich Verkehr: „Verkehrserzeugungsabgabe“ bzw. „Zeitentwertungsabgabe“)

 

Ø      Treffen von Beschleunigungsvorsorgen  (z.B. Zeitwohlstandspolitik mit dem Ziel sozio-ökologisch ausgewogener Verteilung verträglicher Maße zwischen Beschleunigung und Entschleunigung)

 

Ø      Planung und Gestaltung von Zeit- und Beschleunigungswiderständen (z.B. der „Zeit=Geld“ Logik – Zeitwiderstände, etwa in Form von Nachtflugverbot, Road-Pricing, entgegenzusetzen).

 

 

Öko-soziale Zeitpolitik ist demzufolge bedeutend mehr als nur eine neue Zeitkultur, wie sie vielfach, in der einseitigen Argumentation von Zeitwohlstand oder Ent-schleunigung, propagiert wird. Sie ist ein eigenständiges Politikfeld.

 

 

 


 

 



Anmerkungs- und Literaturverweise:

[1] Rifkin,J.: 1988, Uhrwerk Universum, München, S. 263, 270

[2] D.,Oblong, 1992, „Zeit und Nähe in der Industriegesellschaft – eine Annäherung aus verkehrspolitischer Sicht. Alheim. bei: Spitzner, M./Hofmeister, S., Zeitlandschaften: Perspektiven öko-sozialer Zeitpolitik, Stuttgart, 1999, S.7

[3] Spitzner,M.,1998, in:„WIDERSPRUCH“ – 36/98, Politik statt Zeitkultur, Geschichte und Umrisse des Konzeptes einer ökosozialen Zeitpolitik, S. 82-83

[4] M. Spitzner, 1998, Widerspruch, ebenda, S. 92

[5] Beispielsweise:  Ö1-Radiokolleg „Speed – Atemlosigkeit in Echtzeit“ vom 10-13.04.2000; „Zeitdenken“-Symposien zur Oberösterreichischen Landesausstellung 2000, www.welsheute.at/land2000/, Österreichisches Museum für Völkerkunde/Wien: Ausstellung zum Thema Eigenzeiten, mehr Zeit für sich haben. „Pausieren, Flanieren unter www.nichtstun.at läuft diese vom 9.6. bis 5.11.2000.

[6] www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,71630,00.html , Peter Glotz, Zurück zur Langsamkeit, 3.4.2000

[7] ebenda

[8] Bruce Mau/André Lepecki, Frühling 2000, Festwochenausstellung im MAK/Wien,  Mai 2000

[9] Tutzinger Projekt „Ökologie der Zeit“, M. Held u.a. http://www.zukunft.de/zeitoekologie, weltweit führende Vereinigung von ZeitforscherInnen ist die „Internat. Society for the Study of Time (ISST) http://www.studyoftime.org/why.htm

[10] Tutzinger Projekt „Ökologie der Zeit“ – Vom Finden der rechten Zeitmaße; Schriftenreihe 7 zur politischen Ökologie, Ökom verlag, München 1998, S.6

[11] Held, M./Geißler K., Von Rhythmen und Eigenzeiten, Stuttgart, 1995

[12] Held, M./Geißler K., Von Rhythmen und Eigenzeiten, Stuttgart, 1993, S.15

[13] Norton, B.G.: A new paradigma for environmental management. In: Rhythmen der Natur, Kümmerer,K.,bei: Held/Geißler (Hg.), Stuttgart, 1995

[14] ÖGNU, Arge Umwelterziehung (Hg.) Umwelterziehung Nr. 2/1996, Ökologie der Zeit, S.10

[15] Hübner, T., Mehr Freizeit? Denkste! in: Weltwoche/Ch, Nr. 1999-45 vom 11.11.1999, S. 65

[16] Held, M./Geißler K., Von Rhythmen und Eigenzeiten, 1995, S. 187

[17] ebd.,

[18] ebd.,

[19] ebd. S. 296

[20] ebd. S. 310

[21] Spitzner, M./Hofmeister, S., Zeitlandschaften: Perspektiven öko-sozialer Zeitpolitik, Stuttgart, 1999, S. 296

[22] Auszug aus den 10 Thesen der Arbeitsgruppe „Zeit der Erneuerung“/Tutzinger Projekt Ökologie der Zeit, in: Politische Ökologie 57/58 Jän.Feb./1999, S. 112

[23] Kluge/E. Schramm, 1995, Sonderheft 8, polit. Ökologie, Zeit-Fraß, S.41

[24] ebd., S. 41

[25] ebd., Schneider,M., Zur Ökologie der Zeit in Landwirtschaft und Ernährung, S. 13

[26] ebd., S. 12, Christine von Weizsäcker aus: 1993, „Technikfolgenabschätzung am Beispiel der Gentechnologie“, Band 3, S.43-49, hier: S.44

[27] ebd., S. 34

[28] G. Kniebe:“Was ist Zeit“, S. 26

[29] von Winterfeld,U., Zeit und Macht, in: Spitzner, M./Hofmeister, S., Zeitlandschaften: Perspektiven öko-sozialer Zeitpolitik, Stuttgart, 1999

[30] Zit. v. Franklin, B. (1706-1790) „Remember that Time is Money“

[31] Zit. nach Stalk, G. Jr./Hout,T.M.: Zeitwettbewerb. Frankfurt/New York 1990. in: Zahrnt, A., Zeitvergessenheit und Zeitbesessenheit der Ökonomie“, S.116 in: Held, M./Geißler K., Von Rhythmen und Eigenzeiten, 1993

[32] Gendolla, Peter, Zeit: zur Geschichte der Zeiterfahrung; vom Mythos zur „Punktzeit“, Köln, 1992, S. 51

[33] Adam, B., Von Urzeiten und Uhrenzeiten, S. 25 in: Held, M./Geißler K., Von Rhythmen und Eigenzeiten, 1995

[34] Reisch, L.,Zeitwohlstand versus Güterwohlstand?, S. 69 in: WIDERSPRUCH Heft 36/98

[35] Zoll, R., Zerstörung und Wiederaneignung von Zeit, (Hg.), Suhrkamp, Frankfurt/Main, 1988, S. 157

[36] Gendolla, P., Zeit: zur Geschichte der Zeiterfahrung; vom Mythos zur „Punktzeit“, Köln, 1992

[37] Breckner, I. in: Oikodrom, Forum Nachhaltige Stadt, Stadtpläne Nr. 4/98, S.5

[38] Leitschuh-Fecht, H.,Luxusartikel Zeit, in: DIE ZEIT Nr. 52 vom 22.12.1999, Hamburg

[39] Niessen, H.J., Die Mikroökonomische Theorie der Zeitallokation, in: Ökonomie und Zeit: Beiträge zur interdisziplinären Zeitökonomie/Seifert,E.(Hg.), Frankfurt/Main, 1998

[40]www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,71630,00.html , P.,Glotz, Zurück zur Langsamkeit, 3.4.2000

[41] Spitzner, M./Hofmeister, S., Zeitlandschaften: Perspektiven öko-sozialer Zeitpolitik, Stuttgart, 1999